Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Université de Fribourg - Universität Freiburg (Schweiz), Veranstaltung: Proseminar, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Kerr definiert den Begriff Satire in seinem Werk „Die Diktatur des Hausknechts“ gleich selbst: „Die Satire soll, [...] scharf treffen; belichten; vergegenwärtigen; − und Menschen beglücken: durch Wahrheitskraft; durch Abbildung der Unanständigkeit; durch verschärfte Wiedergabe des Seienden. Durch Überlegenheit über den Dreck.“ (Kerr 1934, S. 41f.) Kerrs eigene Gedichte an seinem Anspruch an die Satire zu messen, ist somit ein logisches und interessantes Ziel. Kerr lässt Satire allerdings nicht nur in seinen Gedichten auf den Leser wirken, sondern arbeitet auch im Prosateil mit diesem „gattungsübergreifenden Verfahren“ (Reallexikon 2003, Bd. 3, S. 355). Dieser Prosateil kann hier grundsätzlich nicht berücksichtigt werden und fliesst nur dort in die Gedichtsanalysen ein, wo ein unmittelbarer Zusammenhang besteht. Ebenso wenig können alle Gedichte ausführlich analysiert und die historischen Zusammenhänge erschlossen werden. Trotzdem sollen neben den ‚Hauptgedichten’ „Sie rüsten.“, „Diese Zeit.“ und „Hitler 1934. Der Anführer spricht.“ auch andere Gedichte in die Analyse und vor allem ins Fazit mit einbezogen werden, wobei die Gedichte vor 1930 ganz ausser Acht gelassen werden. Nebst dieser quantitativen Einschränkung sollen noch einige Erklärungen zum methodischen Vorgehen und zu der thematischen Gliederung gegeben werden. Grundsätzlich ist hierfür festzuhalten, dass sich Kerrs Satire auf eine vorhandene Realität beziehen muss, vor allem, wenn er nicht gegen seine eigene Bedingung, die „Wahrheitskraft“, verstossen möchte. Somit ist Kerrs Satire stets Reaktion. Bevor man Kerrs Satire mit seiner Definition vergleichen kann, muss Klarheit über diese Aktion bestehen. Dieser Bezug zur Aktion wird als ordnendes Prinzip verwendet. Die Gliederung dieser Arbeit stützt sich deswegen auf die Satire-Definition aus dem Brockhaus: „Die Literaturgattung, die durch Spott, Ironie, Übertreibung bestimmte Personen, Anschauungen, Ereignisse oder Zustände kritisieren oder lächerlich machen will.“ (Brockhaus 2000, „Satire“). Aus diesen Zielobjekten der Satire habe ich die Bereiche „Personen“ und „Zustände“ ausgewählt, da sich Kerr in seinen Gedichten sehr oft mit den Themen „Hitler“ und „Weimarer Republik“ auseinandersetzt. [...]

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